Hinter den Kulissen
Cabin in the Woods: Wenn ein Genre zerrissen wird

Neues Futter für Whedon-Fans! Erst ließ die Horror-Komödie „Cabin in the Woods“ ewig auf eine Kinovorführung warten, jetzt gibt es den cleveren Genremix auf DVD und Blu-ray.


Joss Whedon mag mit dem Blockbuster „The Avengers“ beschäftigt gewesen sein, seine Wurzeln hat er zwischenzeitlich aber nicht vergessen. Der geistige Vater von „Buffy“, „Angel“ und „Firefly“ ist dem Horror-Genre treu geblieben und hat sich zusammen mit Regisseur Drew Goddard ein Drehbuch ausgedacht, das die üblichen Grusel-Klischees auf den Kopf stellt.

Ausflug in den Horror

Das Herzstück von „Cabin in the Woods“ sind die zahlreichen Wendungen, also werden wir uns hier nur auf die ersten Minuten des Films konzentrieren: Dana (Cristen Conolly), ihr Kumpel Curt (Chris Hemsworth) und drei ihrer Freunde wollen einfach nur ein Wochenende in einer abgelegenen Berghütte verbringen. Aus irgendeinem Grund werden sie aber bereits bei ihrer Ankunft von ein paar Angestellten einer technisch imposanten Forschungsstation beobachtet. Veteran Sitterson (Richard Jenkins) scheint auf irgendeinem nicht näher benannten Gebiet ein echter Profi zu sein und beginnt schon bald, seltsame Wetten anzunehmen und von seinem Arbeitsplatz aus die Hütte zu manipulieren. Die Teenager entdecken schon bald Hinweise darauf, dass irgendetwas Seltsames vor sich geht. Warum sonst sollte es z.B. zwischen zwei der Zimmer Einwegspiegel geben? Doch nicht nur das: Schon bald beginnen Dana und Co, sich entgegen ihrem Charakter zu verhalten und als sie in der ersten Nacht den Keller der Hütte untersuchen, finden Sie einige verdächtige Gegenstände, die ihnen mehr Schaden zufügen werden als sie ahnen…

Wie ein Rubik‘s Cube

War es in Filmen jemals eine gute Idee, einen Ausflug in eine von der Zivilisation verlassene Hütte zu machen? „Tanz der Teufel“ hat bereits vor zig Jahren gezeigt, dass solche Ausflüge niemals gut gehen können. Und hier haben wir „Cabin in the Woods“, einen Film, der sich die Regeln von Horrorfilmen vornimmt und sie wie in Wes Cravens „Scream“-Filmen einmal kräftig durch den Fleischwolf dreht. Anfangs wirkt der Film wie eine Art makaberes „Verstehen Sie Spaß?“, doch die Richtung, in die sich die Geschichte entwickelt, lässt sich einfach nicht vorher sagen. Die letzte halbe Stunde des Films gehört zum Blutigsten, was es außerhalb von härteren Splatterfilmen zu sehen gibt und ist vollkommen anders als es der Anfang vermuten lässt. Das DVD-Cover trifft es schon sehr gut: Alles verhält sich wie ein völlig durcheinander geratener Zauberwürfel, der langsam geordnet wird. Spaß macht „Cabin in the Woods“ auf jeden Fall. Kumpel einladen, Popcorn schnappen und einfach mitmachen!

„Cabin in the Woods“ ist am 01. Februar auf DVD und Blu-ray erschienen.

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