Moon-Regisseur darf loslegen. Und sonst?
Warcraft: Über die Kinofilm-Pläne

Erstmals im Juni 2007 kündigte Blizzard, Entwickler der beliebten „Warcraft“-Spiele und natürlich auch „World of Warcraft“, die Zusammenarbeit mit Legendary Pictures an. Damals sollte ein Kinofilm basierend auf dem MMOG entstehen. Seitdem geschah viel.

Warcraft besitzt viel Potential - nach wie vor. (Foto: Blizzard)

Warcraft besitzt viel Potential - nach wie vor. (Foto: Blizzard)

Zwischenzeitlich hieß es, dass Sam Raimi („Spider-Man“, „Evil Dead“) die Regie führen und die Produktion leiten sollte. Er gab diesen Job allerdings fünf Jahre später ab – im Juli 2012 im Rahmen der San Diego Comic-Con. Er wollte sich vielmehr um „Die fantastische Welt von Oz“ für Disney kümmern. Legendary Pictures nutzte die auf gewisse Weise gewonnene Zeit, um das vorhandene Drehbuch von Charles Leavitt („K-Pax“, „Blood Diamond“) auf den aktuellen Stand bringen zu lassen.

Neuer Regisseur gefunden

Eine Szene aus Warcraft 3. (Foto: Blizzard)

Eine Szene aus Warcraft 3. (Foto: Blizzard)

Und wieder ein halbes Jahr musste offenbar vergehen. Jetzt aber scheint es mit den Arbeiten konkret zu werden. Der noch junge Regisseur Duncan Jones darf den „Warcraft“-Film übernehmen. Der gute Mann sorgte mit seinen Filmen „Moon“ (Debüt-Werk) und „Source Code“ für großes Aufsehen. Für Jones dürfte dies eine Herausforderung sein, zumal das neue Projekt mindestens 100 Millionen US-Dollar kosten wird – „Source Code“ dagegen nur 35 Millionen, „Moon“ sogar nur eine Million.  Unterstützung erhält der Filmemacher von dem Produzenten Stuart Fenegan, mit dem er schon in der Vergangenheit zusammen arbeitete. Das Geld wiederum gibt unter anderem Warner Bros., das Medienunternehmen plant, mit den konkreten Arbeiten im Herbst 2013 zu beginnen. 2015 soll „Warcraft“ dann in die Kinos kommen. Als Koproduzent ist der Blizzard-Mitarbeiter Chris Metzen mit von der Partie. Er verfasste beispielsweise die Geschichten der „Warcraft“-Spiele, war aber auch bei „StarCraft“ und „Diablo“ aktiv. Zum Produzenten-Team gesellen sich Thomas Tull („The Dark Knight Rises“), Alex Gartner („Der letzte Tempelritter“) und Jon Jashni („Kampf der Titanen“, „Hangover“) – also erfahrene Leute.

Um was geht’s?

Man könnte ja das neueste Panda-AddOn von WoW verfilmen? (Foto: Blizzard)

Man könnte ja das neueste Panda-AddOn von WoW verfilmen? (Foto: Blizzard)

Interessant ist sicherlich, dass zumindest laut HollywoodReporter nicht mehr von einer „World of Warcraft“-Verfilmung die Rede ist. Jetzt heißt der Film nur noch „Warcraft“, was die Vermutung nahelegt, dass das mit Nutzerschwund kämpfende Online-Rollenspiel bezogen auf die Handlung nicht im Fokus steht. Letzten Informationen zufolge sollte eine Geschichte aus der Sicht der Allianz erzählt werden. In jedem Fall dürfte das „Warcraft“-Universum genügend Potential für einen epischen Fantasy-Film besitzen. Bei dem anvisierten Budget kann man auch auf einen solchen hoffen.

Auch darf man guter Dinge sein, dass Stuart Fenegan, übrigens Sohn von David Bowie, nicht wieder abspringt. Langsam wird es Zeit, dass „Warcraft“ den Weg in die Kinos schafft – bis 2015 hätte Blizzard sicherlich auch Zeit, ein passendes Spiel anzubieten….

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