Pläne für Star Wars. Was geschieht mit Indie und dem vielen Geld?
Disney & Lucasfilm: Wie geht’s weiter?

In den sozialen Netzwerken war der Aufschrei groß, als Disney den Kauf von Lucasfilm bestätigte und gleichzeitig „Star Wars – Episode VII“ ankündigte. Vielerorts wurde das Ende des beliebten SciFi-Universums und das Ausschlachten des Franchises prophezeit. Aber was kommt wirklich? Ein Überblick.

Eine Frage, die schnell aufkam: Was macht George Lucas eigentlich mit den 4,05 Milliarden US-Dollar, die er als alleiniger Besitzer von Lucasfilm zum Teil bar, zum Teil in Form von Disney-Aktien erhielt? Laut Hollywood Reporter wird der größte Batzen des Geldes für gute Zwecke eingesetzt. Lucas möchte dieses in eine Stiftung stecken, die sich vorrangig der Bildung widmet. Höchstwahrscheinlich darf sich bald Edutopia über eine Großspende freuen. Der Filmemacher ist selbst Vorsitzender der  George Lucas Educational Foundation, die quasi die Ausbildung der Menschen revolutionieren möchte. Der mittlerweile 68-Jährige, dessen Vermögen auf rund 3,3 Milliarden Dollar (vor dem Verkauf!) geschätzt wird, gab sich in der Vergangenheit häufiger spendabel. 2010 schloss er sich auch The Giving Pledge an. Die Initiative von Bill Gates und Warren Buffett regt Milliardäre dazu an, einen Großteil ihres Reichtums in wohltätige Projekte zu investieren.

Die Zukunft von Star Wars

Vorschlag: Micky Maus führt Star Wars fort? (Foto: Disney.de)

Vorschlag: Micky Maus führt Star Wars fort? (Foto: Disney.de)

Und wie sieht es mit „Star Wars“ aus? Auch hierzu verrieten einige Quellen interessante und gar nicht einmal so tragische Fakten, die jetzt schon für Unmut bei den Fans sorgen müssen. Es heißt, dass Disney motiviert ist, „Star Wars VII“ im Stil der „The Avengers“ zu entwickeln. So könnten mehrere große Einzelfilme vorgesehen sein, die miteinander verwoben sind – ähnlich wie bei „Iron Man“, „The Avengers“, „Thor“ und „Captain America“. Durch Querverweise wird stets der rote Faden behalten. Ein ähnliches Konzept dürfte sicherlich auch für „Star Wars“ funktionieren, was vermutlich gut zu dem Bestreben Disneys passt, die legendäre Marke weiter auszuschöpfen und die Gewinne zu erhöhen.

Gerüchten zufolge könnte der nächste „Star Wars“-Teil eventuell auf der Thrawn-Trilogie des Autos Timothy Zahn basieren. Diese ist zeitlich nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ angesiedelt. Andere Quellen berichten, dass uns ein völlig neuer Stoff erwarte, der auf nichts aufbaue, was bereits in Graphic Novels oder Romanen aufgegriffen wurde. Der Biograf Dale Pollack, der das Buch „Skywalking: The Life and Films of George Lucas“ verfasste, hätte in den 1980er Jahren Zugriff auf grobe Entwürfe von zwölf „Star Wars“-Episoden erhalten. Besonders aufregend seien hier die Teile 7-9 gewesen, die völlig neue Welten, Figuren und Abenteuer zu bieten hätten.

Wie glaubwürdig diese Informationen sind? Unklar. Aufschlussreich sind dagegen die Äußerungen von Mark Hamill (Skywalker in Episoden 4-6), der bei Entertainment Weekly seine Überraschung über den Verkauf von Lucasfilm zum Besten gab. Weiterhin meinte er, dass er im Sommer erst zusammen mit Carrie Fisher (Prinzessin Leia) bei George Lucas zu Besuch war. Dort wurde den Beiden verraten, dass die Episoden 7-9 gedreht werden sollen, Lucas selbst nicht mehr Regie führen würde und man über geeignete Autoren nachdenke. Nur andererseits hätte Lucas zu dem Zeitpunkt doch schon vom Verkauf seines Unternehmens wissen müssen?

Indiana Jones und Co.?

Pause für Indy. (Foto: Paramount Pictures)

Pause für Indy. (Foto: Paramount Pictures)

Hatte Lucasfilm nicht noch weitere berühmte Marken im Angebot? Ach, genau: „Indiana Jones“. Hier gibt es noch keine Vermutungen, dafür eine klare Aussage: Die Rechte an Indy liegen bei Paramount Pictures, erst einmal müsste sich Disney mit dem Studio über die Zukunft des Abenteurers einigen. Ähnlich übrigens wie bei „Star Wars“, auf das 20th Century Fox noch Zugriff hat.  So oder so ist dem Mauskonzern in erster Linie der Krieg der Sterne wichtig, dies war Hauptbestandteil des Deals. „Indiana Jones“, aber auch „Howard – Ein tierischer Held“, „Willow“ und „Red Tails“ könnte Disney später einmal wieder in Geld verwandeln wollen.

Alles in allem muss man schon sagen: Es bleibt spannend. Dass Disney letztlich nicht zwangsläufig ein schlechter Mutterkonzern sein kann, bewiesen die früheren Käufe des Unternehmens. Mittlerweile gehören ja auch Marvel und Pixar zu Disney. Zweitgenanntes Animationsfilmstudio war übrigens mal ein Teil von Lucasfilm, bevor es unter anderem Steve Jobs erwarb….

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