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Low-Budget-Horror jetzt auf Blu-ray und DVD Chernobyl Diaries: Hilfe! Kannibalenmutantenzombies!
von Sven Wernicke am 25. Oktober 2012
Frischfleisch trifft auf Kannibalenmutantenzombies in der ukrainischen Geisterstadt Pripyat, ganz in der Nähe von Tschernobyl. Willkommen bei „Chernobyl Diaries“. Jetzt auf Blu-ray und DVD. ![]() Da drüben ist das AKW wird dramatischer Vergangenheit. (Foto: Warner Bros.) Drei Teenager aus den Staaten machen Urlaub in Europa. Paris, Rom, Frankfurt und viele andere Städte lassen sie sich nicht entgehen. Nebenbei möchte Chris (Jesse McCarthy), einer des Trios, seinen Bruder Paul (Jonathan Sadowski) in Kiew besuchen. Dort angekommen, hat Paul eine verrückte Idee: Der Trupp soll einen Abstecher nach Pripyat machen. Vor 25 Jahren schmolz der Kernreaktor von Tschernobyl in unmittelbarer Nähe, mittlerweile ist der Ort komplett unbewohnt. Mit dem Reiseführer Uri (Dimitri Diatchenko) und zwei weiteren Rucksacktouristen machen sie sich auf, die mysteriöse Stadt auszukundschaften. Doch dann geschehen schreckliche Dinge: Das Auto springt nicht mehr an, Uri verschwindet und seltsame Gestalten….und so weiter, und so fort. Reise nach Tschernobyl ![]() Das berühmte Riesenrad. (Foto: Warner Bros.) Das Highlight von „Chernobyl Diaries“ ist ganz klar der Schauplatz. Zwar wurde nicht im originalen Pripyat gedreht, doch die Verantwortlichen recherchierten genau. Sogar das legendäre Riesenrad fand den Weg in den Film – wenn auch zum Teil als Computeranimation. Sei’s drum: Im Großen und Ganzen ist das Gezeigte wirkungsvoll, beängstigend und vor allem schaurig-schön. Leer stehende Wohnblöcke, eine riesige Lenin-Zeichnung und weitere „Sehenswürdigkeiten“ Pripyats wurde stimmig eingefangen. Dumm nur, dass der Rest nicht passt. Die Handlung könnte kaum banaler sein. Die meisten Elemente kennen Genrefreunde vermutlich seit Jahrzehnten, manche Situationen wurden 1:1 schon in anderen Filmen gezeigt – Stichwort Küchen-Sequenz. Dass es die Teenager letztlich nicht schaffen werden, ist bereits nach den ersten Minuten sicher. Überraschungen? Die gibt’s nicht. Kurioserweise erinnert „Chernobyl Diaries“ frappierend an den ähnlich gestrickten und ebenfalls unbefriedigenden Horror-Slasher „Urban Explorer“ aus dem vergangenen Jahr. Bestimmt ist das nur Zufall. Wie dem auch sei: „Chernobyl Diaries“ lebt von den Kulissen, nicht aber von den eigentlich wesentlichen Aspekten. Weder Drehbuch noch die schauspielerischen Leistungen können in irgendeiner Weise überzeugen. Stattdessen gibt’s nur stumpfe Schockmomente, keine spannenden Ereignisse und ein paar Liter Ketchup. Das war’s. Auf Blu-ray
An Boni legte Warner Bros. noch ein paar nicht verwendete Szenen, ein alternatives Ende und ein paar teils witzige Featurette-Videos dazu. Das genügt in jedem Fall. Wer die wahre Tragödie von Tschernobyl mal aus einer unterhaltsameren, aber sehr trashigen Perspektive erleben möchte, kann sich „Chernobyl Diaries“ sicher anschauen und seinen seichten Spaß haben. Aber leider ist der Film nach einem enttäuschenden 08/15-Horror-Muster gestrickt und nervt mit seiner billigen Erzählweise und den mehr bewährten, als cleveren Ereignissen. Gerade bei dem Hintergrund wäre deutlich mehr möglich gewesen. Irgendwie schade, dass weder Regisseur Bradley Parker noch Autor Oren Peli („Paranormal Activity“) in der Lage waren, das Potential nur ansatzweise auszuschöpfen. “Chernobyl Diaries” von Warner Bros. ist ab dem 26. Oktober 2012 auf Blu-ray und DVD erhältlich.
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