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'The Wire'-Gewinnspiel Die längste Ermittlung der Welt
von Fabian Soethof am 28. August 2012
Dealerei und Korruption in Baltimore: Zum Heimkinostart der dritten Staffel von “The Wire” verlosen wir drei Fanpakete. ![]() So langweilig kann Polizeiarbeit sein: McNulty (3. v.l., hinten) und seine Kollegen beim Lauschangriff Die preisgekrönte HBO-Erfolgsserie “The Wire” macht einem den Einstieg nicht unbedingt leicht: Da gibt es die Klein- und Großgangster (meistens Schwarze) auf den Straßen von Baltimore, und da gibt es die Polizei (meistens Weiße). Einer der Dealer heißt D’Angelo Barksdale, er steht vor Gericht wegen Mord, und plötzlich wird er freigesprochen. Jemand muss die Kronzeugin erpresst haben, schlussfolgert der Outlaw-Cop Jimmy McNulty, und stößt damit eine riesengroße Abhöraktion an. Die mutmaßlichen Bosse der Drogengangs zwischen Hochhaus- und Sozialbausiedlungen, Avon Barksdale und Stringer Bell, müssen festgesetzt werden, und sei es bloß, um die Kriminalstatistik der Stadt für die kommenden Wahlen aufzupolieren. Schließlich wollen nicht nur die Dealer ihre Ecken, sondern auch die Beamten und Politiker ihre Posten halten. So fängt sie an, die erste Staffel von “The Wire”, die 2002 ins US-Fernsehen kam, und dazwischen passiert nicht viel. Die Barksdale-Ermittlung zieht sich zu einem einzigen langen Fall über zwölf Folgen, zäh und arm an Höhepunkten. Das scheint auch in der zweiten Staffel kaum actionreicher zu werden, als McNulty zur Hafenpolizei versetzt wird und sich in der Enttarnung von internationalen Schmugglerringen und Mädchenhändlern festbeißt. Nur langsam, ganz langsam – in der dritten Staffel wagt ein Arm der Baltimore Police wegen Druck von oben gar zu einem illegalen Ghettoisierungs-Experiment – macht “The Wire” dem Zuschauer deutlich: Das hier ist keine Actionserie und kein Krimi. Das hier ist die fürs Fernsehen aufbereitete Realität, Dokufiktion, wie sie nicht bloß über Baltimore, einer Arbeiterstadt mit unverhältnismäßig hoher Kriminalitätsrate, erzählt werden könnte. Manchmal will man gar nicht glauben, wie dumm sich Kleinverbrecher und Streifenpolizei verhalten, aber genau für solche Details wird “The Wire” so gelobt: für seine ungeschminkte Echtheit, seine Authentizität, seinen Dokumentargeist und seine einzig große Erzählung, die es ist. Drehbuchautor David Simon war selbst jahrelang Polizeireporter, bevor er erst Journalist, dann Schriftsteller wurde. Wenn sich im Baltimore von “The Wire” die Protagonisten, von Dealern, Pennern, Cops bis hin zum Bürgermeister also fünf Staffeln lang im Hamsterrad drehen, weil die eine Partei die andere nicht in den Griff kriegt, dann darf mindestens traurige Gewissheit herrschen: Auch im echten Alltag auf den Straßen der Großsttäde dieser Welt gibt es keine Erfolgsgeschichten, wie sie soviele Actionfilme- und Serien vorgaukeln. Es gibt nur auf und ab und wie tief man dort mit drin steckt. GEWINNSPIELDie ersten drei Staffeln von “The Wire” sind endlich auf deutsch erschienen, Staffel 4 und 5 – die finale Staffel – sollen folgen. Endlich, weil eine Synchronisation in dem Fall wirklich hilfreich ist, um all die Straßenslangs zu verstehen. Wir verlosen drei Fanpakete, jeweils bestehend aus 1 x Staffel 1 auf DVD 1 x Staffel 2 auf DVD 1 x Staffel 3 auf DVD 1 x “The Wire”-Soundtrack “Five Years Of Music From The Wire” Zur Teilnahme hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Gewinnspiel oder bei uns auf Facebook – oder schickt uns eine E-Mail mit dem Betreff „The Wire“ und der Angabe Eurer Postadresse an gewinnspiel@fantasticzero.de. Teilnahmeschluss ist der 13. September 2012, die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Eure Daten werden ausschließlich zum Versand der Gewinne verwendet. Der Rechtsweg ist wie immer ebenso ausgeschlossen wie die Teilnahme von Mitarbeitern der Glam Media GmbH und Warner Home Video Germany. Viel Erfolg! Ähnliche Artikel Ein Film, der auf einem nicht existierenden Computerspiel… Manchmal gruselig, gelegentlich kitschig, aber immer… Walter White macht keine halben Sachen, trotzdem passiert… Die Zahl von miesen Videospiel-Adaptionen ist ziemlich… Djangos Suche nach seiner verkauften Frau gibt es nun… Die Geschichte von „Hit & Miss“ klingt absurd: Eine… |