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Brutaler Grusel jetzt auf Blu-ray und DVD Playback: Solider Teeniehorror
von Sven Wernicke am 9. August 2012
Man nehme eine Portion „The Ring“, würze sie kräftig mit typischem Teenie-Horror und garniere das Ganze mit Blut und Gedärmen. Fertig ist „Playback“? Fast, es fehlt schließlich noch Christian Slater als masturbierender Polizist mit einer Vorliebe für minderjährige Mädels. Dieses Grauen gibt’s jetzt auf Blu-ray und DVD. Zugegeben: „Playback“ fängt wirklich ausgesprochen hart an. Ein Jugendlicher tötet seine gesamte Familie und filmt sich dabei. Einzig ein kleines Baby überlebt das Massaker im Jahr 1994 in einer US-Kleinstadt irgendwo in Michigan. Weit über 15 Jahre später versucht der Highschool-Schüler Julian (Johnny Pacar) mit einem Filmprojekt die Geschehnisse der Vergangenheit aufzugreifen und eine Dokumentation zu drehen. Schnell finden er und seine Freunde heraus, dass irgendwas an den damaligen Ereignissen nicht stimmen kann. Und da ist noch der Freak Quinn (Toby Hemingway), der für den unsympathischen Polizisten Frank Lyons (Christian Slater) Videos von der Mädchenumkleide der Hochschule dreht sowie alte Aufnahmen von der Bluttat in die Hände bekommt. Diese verändern ihn sehr….. Blutiges Teenie-Grauen Die Mystery-Komponente von „Playback“ ist nicht neu, kennen sie Genrefreunde in veränderter Form doch längst aus der „The Ring“-Reihe. Immerhin versucht das Werk, ein paar frischere Akzente zu setzen. Mädels sind nicht zwangsläufig die dummen Tussis, die zuerst das Zeitliche segnen, sondern auch mal Fußball spielen und sich versuchen zu verteidigen. Schön, dass sich Regisseur Michael A. Nickles mal etwas von Klischees entfernt – zumindest bezogen auf die Verteilung der Geschlechterrollen. Der Film selbst setzt dagegen auf Bewährtes: Ein Außenseiter wird zum Massenmörder und metzelt nach und nach die Protagonisten ab. Horror hier, Blut da, durchaus stimmige Erschreck-Momente dort. Fertig ist der bunte Grusel-Potpourri für die junge ZIelgruppe. Das ist nicht zwangsläufig negativ gemeint, denn weitgehend kann „Playback“ Spaß bereiten. Ohnehin ist man es bei Filmen dieser Art gewohnt, dass die Figuren blass wirken und man mit ihnen nicht mitfühlt. Wenn dann dem einen oder anderen in den Kopf geschossen wird … das ist zwar übel, aber auch schnell wieder vergessen. Geschenkt! Zugute halten kann man „Playback“ die zwar total hanebüchene, aber irgendwie auch sehr interessante Hintergrundgeschichte, über die man gerne mehr erfahren möchte. Abgesehen von den expliziten Gewaltdarstellungen und einem echt schlecht spielenden Christian Slater fühlt man sich von „Playback“ solide unterhalten. Und somit erfüllt der Film seinen Zweck, obwohl er an vielen Stellen doch sehr plump und viel zu vorhersehbar ist. Auf Blu-ray
Wer Teenie-Horrorfilmen von der Stange etwas abgewinnen kann und eine Vorliebe für ganz amüsante Hintergründe hat, für den ist „Playback“ keine schlechte Wahl. Obwohl die Brutalität unnötig abstoßend ist und Christian Slater wieder einmal beweist, dass er im Filmbusiness nichts mehr zu suchen hat, kann man mit diesem Grusel-Schocker einen Abend verbringen. Einige Ansätze sind sogar richtig klasse, letztlich aber schafft es der Regisseur absolut nicht, neue Maßstäbe zu setzen. Stattdessen reitet er auf bekannte Elementen herum und belästigt somit erfahrene Genrefans. Wer sich daran nicht stört, kann sich „Playback“ zu Gemüte führen. “Playback” von Senator ist ab dem 10. August 2012 auf Blu-ray und DVD erhältlich. Ähnliche Artikel Da bekommt die Bezeichnung „Blockbuster“ eine völlig… Ein Film, der auf einem nicht existierenden Computerspiel… Manchmal gruselig, gelegentlich kitschig, aber immer… Walter White macht keine halben Sachen, trotzdem passiert… |