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Brennender Geisterfahrer jetzt auf Blu-ray und DVD Ghost Rider – Spirit of Vengeance: Diabolischer Trash
von Sven Wernicke am 8. August 2012
Chaos! Feuer! Schnelle Motorräder! Trash! Die zweite „Ghost Rider“-Episode ist rasant, hanebüchen und unterhaltsam. Die „Crank“-Schöpfer haben bei „Ghost Rider: Spirit of Vengeance“ ihre Spuren hinterlassen. Jetzt auf Blu-ray und DVD. Johnny Blaze (Nicolas Cage) ließ sich im ersten „Ghost Rider“-Teil auf einen Pakt mit dem Teufel ein. Die Konsequenz war fatal: Fortan düste er in seinem höllischen Bike durch die Welt, um als dämonisches Skelett Feuer zu versprühen und Bösewichte in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Jetzt hat er die Chance, diesen Fluch wieder loszuwerden. Den rettet er den zehnjährigen Danny (Fergus Riordan) und seine Mutter Nadya (Violante Placido) aus den Fängen des Teufels, schenkt ihm der Glaubensbruder Moreau (Idris Elba) sein altes Leben zurück. Doch ganz so einfach ist das nicht, denn die bösen Mächte sind stark und hinter dem Ghost Rider verbirgt sich mehr, als der Ex-Stuntfahrer Blaze glaubte. Und so erlebt man eine wahre Odyssee voller Flammen, verbrannter Fieslinge und flotter Kämpfe. Wohin die Reise führt? Zu einem Happy End womöglich? Flottes Feuerwerk Die Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor, vor allem durch die hektisch-schrille „Crank“-Reihe bekannt und von Action-Freunden geschätzt, servieren bei „Ghost Rider: Spirit of Vengeance“ ein farbenfrohes, brutales und ebenfalls kurioses Spektakel mit dem Marvel-Antihelden. Sie sind zwar nicht in der Lage, eine packende Geschichte mit glaubwürdig agierenden Figuren und emotionalen Ereignissen zu erzählen, doch sie kaschieren den zugegebenen schrägen Mumpitz mit grandiosen Effekten, tollen Kamerafahrten und einem wirklich bösen sowie recht witzigen Ghost Rider. Nicolas Cage zeigt vielleicht nicht sein schauspielerisches Talent, aber er beweist durchaus, dass er ein sympathischer Darsteller ist, dem man gerne bei seinen Erlebnissen zuschaut. Auch Idris Elba bereitet sehr viel Spaß, vor allem dann, wenn man ihn nach „Luther“ mal wieder in einer lockeren Rolle sehen möchte. Stellenweise nimmt sich „Ghost Rider: Spirit of Vengeance“ etwas zu ernst, was an der Pseudo-Dramatik erkennbar ist. Sei’s drum, Fans freuen sich dafür über einen Gastauftritt vom „Highlander“ alias Christopher Lambert und fiesen Auseinandersetzungen mit glühenden Ketten und sogar einer monströsen Bergbaumaschine. So etwas sieht man sicherlich nicht alle Tage und sorgt für den gewünschten „Wow“-Effekt. Trotzdem sollte hier niemand großes Superhelden-Kino erwarten, dafür ist „Spirit of Vengeance“ inhaltlich viel zu dünn, oberflächlich und an sich auch lächerlich. Ständig blitzt der Trash-Faktor auf – und vermutlich hatten Neveldine und Taylor gar nicht mehr im Sinn. Wer sich darauf einlässt, der hat seine Freunde an dem opulent inszenierten Quatsch. Es muss aber betont werden: „Ghost Rider“ aus dem Jahr 2007 spielte in einer anderen Liga – speziell bezogen auf die Story. Wer sich mit dem Vorgänger gut unterhalten fühlte, wird aber auch mit „Spirit of Vengeance“ recht zufrieden sein. Passt schon. Auf Blu-ray
„Ghost Rider: Spirit of Vengeance“ ist lustiges Popcorn-Kino für einen Trashfilm-Abend. Tolle Effekte, eine technisch sehr gute Blu-ray, bekannte Schauspieler, jede Menge Unsinn und dezenter Humor – was will man mehr? Daher der Tipp: Ansprüche nach unten schrauben und seinen Spaß haben. Eine allgemeine Kaufempfehlung gibt es für diejenigen, die jeder Form von Superhelden-Verfilmung etwas abgewinnen können. Wer Tiefgang von einem „Ghost Rider“ erwartet, dem kann nicht einmal der Teufel helfen…. “Ghost Rider: Spirit of Vengeance” von Universum Film ist ab dem 10. August 2012 auf Blu-ray und DVD erhältlich. Ähnliche Artikel Mit „Pearl Harbor“ stellte unter anderem Michael Bay… Gangsterfilm? Unkonventioneller Thriller? Action mit Brad… Nicht nur die Furbys feierten kürzlich ihr Comeback,… |