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Dramatischer Thriller jetzt auf Blu-ray und DVD The Hunter: Auf der Jagd nach dem Tasmanischen Tiger
von Sven Wernicke am 24. Juli 2012
Ruhig, wunderschön, tieftraurig, bildgewaltig und offensichtlich nicht für die Massenmarkt gedacht. „The Hunter“ von Ascot Elite – jetzt auf Blu-ray und DVD. Martin David (Willem Dafoe) ist darauf spezialisiert, für Unternehmen schwierige Aufträge zu erledigen. Dieses Mal erscheint die Aufgabe seltsam und besonders knifflig: Gerüchten zufolge soll es in Australien angeblich doch noch einen Tasmanischen Tiger geben. Den definitiv letzten seiner Art. David soll Proben und DNA-Material sammeln, was dem Todesurteil für das Tier entspricht. Er zögert nicht und reist in die Pampa. In der Wildnis Tasmaniens angekommen, erwartet ihn vor allem eines : Ablehnung von der Bevölkerung. Doch er lässt sich nicht von seiner Mission abhalten – auch nicht, als er auf eine Familie trifft, deren Vater vor einem Jahr in den Wäldern spurlos verschwand. Und eines ist auch sicher: Es ist keine gute Idee, sich mit den zwei Kindern und der Mutter ( Frances O´Connor) anzufreunden…. Emotional und trotzdem kühl Es ist nicht untertrieben, wenn man sagt: Regisseur Daniel Nettheim hat hier ein unscheinbares Meisterwerk geschaffen. Allein die schauspielerischen Leistungen von Willem Dafoe sind herausragend. Er mimt den kühlen Einzelgänger, der berechnend seinen Job erledigt und sich von niemanden beirren lässt. Einzig seine Emotionen sind es, die ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Bis es soweit ist, robbt sich Dafoe durch eine wunderbar eingefangene Kulisse, die zusätzlich einen befremdlichen, aber sensationell schönen Eindruck hinterlässt. Die Jagd nach dem Tasmanischen Tiger wird durch allerlei Andeutungen und wahre Hintergrunddetails zu einer spannenden Geschichte, die jedoch gar nicht mal auf plump inszenierte Höhepunkte oder unnötige Action setzt. Nein, „The Hunter“ erzählt behutsam das Schicksal eines Mannes, der einen Auftrag hat, welcher ihn an seine emotionalen Grenzen bringt. Aber es ist keine Leichtigkeit, mit „The Hunter“ „warm“ zu werden. Viele Aspekte werden nur lose aufgegriffen und so manche Fragen bis zum Schluss nicht beantwortet. Im Fokus stehen nun einmal die sensationellen Schauplätze und der Alltag des Antihelden. Es geschieht nüchtern betrachtet auch gar nicht so viel im Verlauf des 100-minütigen Films. Vielmehr sind es die Ruhe, das Tiefgründige und das Mysteriöse, die zusammen für Unterhaltung sorgen. Wer hier eine Jäger-Ballerei erwartet, kann nur enttäuscht werden. Lässt man sich aber auf den besonnenen Stil, die wenigen (aber dafür bedeutsameren) Dialoge und die durch das Visuelle erzeugte Atmosphäre ein, betrachtet man „The Hunter“ mit gänzlich anderen Augen. Und dann verschlingt man sogar das Bonusmaterial auf der Blu-ray…. Auf Blu-ray
„The Hunter“ hinterlässt Spuren. Auch Tage nach dem Schauen denkt man über die (fiktiven) Ereignisse und Erlebnisse des Protagonisten nach, stellt das Ende infrage und leidet ein wenig. So kalt das Gezeigte auch wirken mag, es ist tief-emotional und auf gewisse Weise schmerzvoll für den Zuschauer. Allerdings werden nur diejenigen den außergewöhnlichen Charme des Films spüren, die gewillt sind, sich mit Ruhe zu beschäftigen. Dann sieht man auch die marginalen Unzulänglichkeiten, zum Beispiel beim Verhalten mancher Figuren, nicht mehr – und genießt stattdessen dieses packende, ungewöhnliche Werk. Wer Anspruch generell nicht abgeneigt ist, lässt sich „The Hunter“ nicht entgehen. “The Hunter” von Ascot Elite ist ab dem 24. Juli 2012 auf Blu-ray und DVD erhältlich. Ähnliche Artikel Gangsterfilm? Unkonventioneller Thriller? Action mit Brad… Nicht nur die Furbys feierten kürzlich ihr Comeback,… Captain Kirk muss vier Jahre nach „Star Trek“ wieder… |