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Andrew Garfield im Interview „Mobber suchen nur Liebe und Aufmerksamkeit“
von Peter Fuchs am 28. Juni 2012
Spider-Man schwingt sich wieder in den Kinos durch die Häuserschluchten Manhattans. Wir trafen den neuen Darsteller Andrew Garfield zum Interview in Berlin. Andrew wer? Als bekannt wurde, dass im Spider-Man-Reboot Andrew Garfield die Rolle im hautengen Trikot übernimmt, wehte dem jungen Briten eine scharfe Brise entgegen. Er spielte zwar bereits im Facebook-Gründer-Drama „The Social Network“ eine Nebenrolle und war der Liebhaber von Carey Mulligan und Keira Knightley in diversen Arthousefilmen, aber als Held in einem Blockbuster-Franchise hatte ihn niemand auf dem Schirm. Umso mehr legte er sich ins Zeug und absolvierte einen gelungenen Auftritt auf der San Diego ComiCon, um die hartgesottenen Fans auf seine Seite zu ziehen. Er überzeugte wohl damit, dass er bereits im zarten Alter von drei Jahren ein großer Spidey-Fan war. Auch im Film wandelt er sich überzeugend vom gemobbten High-School-Kid zum Jäger der Verbrecher, der getreu dem Motto „With great power comes great responsibility“ handelt. Wir trafen Andrew Garfield zum Interview in Berlin. FantasticZero.de: Was empfehlen Sie Kids, wenn sie in der Schule gemobbt werden, Mr. Garfield? Andrew Garfield: Darüber reden, die Kids sollen darüber sprechen. Es gibt keinen Grund, sich zu schämen und zu schweigen. Als ich in der Schule gemobbt wurde, da war ich so zwischen sechs und zwölf Jahre alt, habe ich mich sehr darüber geschämt. Ich dachte, mit mir würde etwas nicht stimmen. Ich schrieb es mir selbst zu, dass ich gemobbt wurde. Deshalb sollten die Kids sich einem Erwachsenen anvertrauen, der sich darum kümmert und einem die Situation erklärt. Außerdem bin ich ein großer Fan davon, Dinge zu umarmen, die mir verhasst sind. Vielleicht klappt das auch mit Mobbern. Denn klar ist, das Mobber eigentlich nur Liebe und Aufmerksamkeit suchen. Ich denke, wenn die Mobber dieser Welt genug Liebe und Zuwendung bekommen würden, dann gäbe es auch kein Mobbing. Warum hörte das Mobbing bei Ihnen auf? Ich wechselte an eine Schule, an der es auch Mädchen gab. Da konzentrierte sich das ganze Testosteron plötzlich auf etwas anderes. Für mich war es aber auch schlimm, dass ich zusehen musste, wie andere gemobbt wurden und ich konnte nichts dagegen tun, weil ich nicht besonders stark war. Da war ich Peter Parker sehr ähnlich. Zogen Sie sich für die Dreharbeiten zum ersten Mal den Dress von Spider-Man an? Nein, 1986 zu Halloween war das erste Mal, da war ich drei Jahre alt. Warum mochten Sie damals Spider-Man? Mich begeisterte an der Zeichentrickserie, wie er sich von Hochhaus zu Hochhaus schwang. Ich dachte: „Wenn ich groß bin, will ich das auch machen.“ Tja, da wären wir nun. Da muss es schon besonders gewesen sein, mit Spider-Man-Erfinder Stan Lee eine Szene für den Film zu drehen… Das war ein sehr unwirkliches Gefühl. So, als würde man in einem Raum mit Micky Maus oder Woody Allen sein. Stan Lee hat mit seinen Werken das Leben so vieler Menschen verändert – auch meins. Welche Veränderungen wären das? Durch die Rolle richten sich scheinbar zwangsläufig alle Augen auf mein Privatleben, das macht mir schon ein wenig Angst. Eigentlich möchte ich nur eine kreativer Mensch sein, Filme machen und sonst unerkannt bleiben. Aber ich möchte mich auch nicht beklagen, denn ich bin sehr stolz ab jetzt Teil dieses Spider-Man-Erbes sein zu dürfen. Viele Fans beneiden Sie darum, dass Sie diesen legendären rotblauen Anzug tragen durften. Wie bequem ist der eigentlich? Ich will keine Illusionen zerstören (lacht), deshalb hören Sie von mir nichts anderes, als dass es ein wunderbares Gefühl war, in diesen Bodysuit zu schlüpfen. „The Amazing Spider-Man“
Kinostart: 28. Juni 2012 Ähnliche Artikel Gangsterfilm? Unkonventioneller Thriller? Action mit Brad… Nicht nur die Furbys feierten kürzlich ihr Comeback,… Captain Kirk muss vier Jahre nach „Star Trek“ wieder… |