'Battleship' im Kino
F7? Treffer! F8? Treffer!

Die Idee, mit „Battleship“ ein berühmtes Brettspiel auf die große Kinoleinwand zu hieven, machte neugierig. Und dann auch noch mit einem weltberühmten Popstar in ihrer ersten Schauspielrolle.

Mit Spannung wurde das Filmdebüt von Rihanna in „Battleship“ erwartet. Die R&B-Sängerin aus Barbados gibt eine Marinesoldatin, die große Kanonen als Schützin bedient. Sie soll taff wirken. Deshalb lauten die ersten Worte, die sie an einen Kameraden richtet: „What’s wrong with you drama queen, get up princess!“ Mehr als solche einzeiligen Wortspenden wird sie im Laufe des Films zu keiner Szene beitragen. Es wirkt verdächtig, als hätten die Drehbuchautoren kein großes Vertrauen in ihr Potenzial als Schauspielerin gehabt. Aber für raffinierte Dialoge oder interessante Charakterzeichnung sieht man sich „Battleship“ ohnehin nicht an. Vielmehr läuft alles auf die große Materialschlacht des „Schiffe Versenkens“ zu. Aber auch davor gibt es wenig Handlung.

Alex (Taylor Kitsch) ist ein unordentlicher Offizier der US-Navy, der nichts auf die Reihe bekommt und von einem Fettnapf in den nächsten tappt. Außerdem baggert er auch noch die Tochter seines Admirals (Liam Neeson) an. Sie erwidert zwar seine Gefühle, aber viel Zeit, um es dem Vater zu gestehen, bleibt nicht. Fiese Außerirdische haben sich Hawaii als Pionierstützpunkt für eine feindliche Invasion der Erde ausgeguckt. Ausgerechnet Hawaii, wo Alex auf einem Zerstörer in ein Manöver ziehen muss. Die Aliens senken eine Schutzglocke über den gesamten Bereich, die von außen nicht mehr durchdring- geschweige denn zerstörbar ist. Ausgerechnet der schlampige Alex muss unter dieser Glocke nun das Kommando auf einem Kampfschiff übernehmen und… die Welt retten.

Als endlich der Kampf Mensch gegen Alien beginnt, sind alle Zutaten für einen herausragenden Fight vorhanden. Große Zerstörer, riesige Raumschiffe und die Gischt des aufgewühlten Pazifiks. Es knirschen auch die Metalle, es rumsen die Eisen aufeinander und dazu knallt der Soundtrack mit Musik von AC/DC. Aber die Schlacht bleibt klein, denn anders als die grandiose Zerstörungsorgie in „Transformers 3“ ist hier nichts durchchoreographiert, baut Regisseur Peter Berg keine dramaturgischen Spannungsbögen auf oder orchestriert wie sein Kollege Michael Bay die Einschläge und Explosionen. Das ist schade. F9? Versenkt.

Maritimes Action-Movie:

„Battleship“
(USA 2011)
Regie: Peter Berg
mit: Taylor Kitsch, Alexander Skarsgård, Brooklyn Decker, Liam Neeson u.v.m.

Kinostart: 12. April

www.battleship-film.de

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